Akutell

Wieder in Nepal - 12 Monate danach

gepostet am 12. Mai 2016

Seit anderthalb Wochen bin ich nun wieder in Nepal, bereits zum vierten Mal seit dem Erdbeben. Auch diesmal bin ich nicht mit leeren Händen hier angekommen. Viele haben mir aufgetragen, den Leuten, dem Land und den Bekannten beste Grüße, Motivation und positive Gedanken mitzubringen. Auch eine stattliche Summe an Unterstützungsgeldern ist in meinem Rucksack. Ohne dies geht es in dem armen Land Nepal leider gar nicht.
Ich habe bereits einige laufende und manche abgeschlossene Projekte besucht und mit unseren Partnern die Vorgehensweise für die kommenden Monate besprochen. Und ich denke, 12 Monate nach dem Erdbeben ist es Zeit, ein kurzes Resümee über unsere Tätigkeiten zu ziehen:

Vor einem Jahr, direkt nach dem verheerenden Erdbeben, war die Not hier in Nepal am größten. Da ich vor Ort war konnte ich mit Spendengeldern aus laufenden Projekten sofort mit der Soforthilfe beginnen, noch bevor die Arbeit der großen Organisationen starten konnte. Nach meiner Rückkehr nach Europa habe ich mich mit meinem Team umgehend daran gemacht, Hilfe für die Menschen in Nepal zu organisieren. Ziel war und ist es, die vielen kleinen Lücken abzudecken, die von den großen, internationalen (und auch nationalen) Hilfsorganisationen offengelassen werden. Dies sind vor allem Familien in kleinen Dörfern und Siedlungen, die nur schwer zu erreichen sind und abseits der bekannten Trekkingrouten liegen. Die Leute dort haben keine Bekannten in der westlichen Welt, keine Verbindungen zu Personen, die in der Lage sind ihnen Hilfe zukommen zu lassen.
Erst mussten Notunterkünfte errichtet und Nahrungsmittel verteilt werden. Anschließend galt es zu verhindern, dass die Aussaat, und dadurch die Ernte im Spätsommer/Herbst, ausfällt. Wir haben viele Bauern mit Saatgut versorgt. In der Folge haben wir besonders stark betroffene Familien unterstützt, wieder ein Dach über dem Kopf zu bekommen. Teilweise mit Baumaterial um beschädigte Gebäude wiederaufzubauen, teilweise mit neuen, erdbebensicheren Häusern.
Seit Herbst versuchen wir dafür zu sorgen, dass das Leben in bestimmten Gegenden von Nepal wieder so verlaufen kann, wie es vor dem Erdbeben war. Die Finanzierung oder Mitfinanzierung des Wiederaufbaus von Schulen, Gesundheitszentren und anderen öffentlichen Einrichtungen war neben den laufenden Projekten unsere Priorität. Auch im zweiten Jahr nach dem Erdbeben werden wir in diesem Bereich so viel Unterstützung wie möglich bieten.

Insgesamt sind durch uns, und dank euch, in den vergangenen 12 Monaten € 350.000,- in die Erdbebenhilfe geflossen.
Dies ist eine sehr hohe Summe und ich möchte mich im Namen der vom Erdbeben betroffenen Menschen in Nepal herzlich für jeden einzelnen Euro bedanken!!

Es gibt noch immer viel zu tun. Die Folgen des Erdbebens sind noch lange nicht behoben, und wichtige Einrichtungen wie Schulen, Kindergärten, Waisenhäuser und Gesundheitszentren werden noch lange nicht ohne der Unterstützung aus Europa funktionieren können. Aber ich denke, wir haben in den letzten Monaten den Kindern, Frauen und Männern in Nepal helfen können, einen großen Schritt in die richtige Richtung - nach vorne - zu machen.
Wir geben auch in Zukunft unser Bestes, um weiterhin eine unterstützende Hand bei den großen Schritten der Menschen und des Landes zu sein. Trotz aller Schwierigkeiten, die sich ihnen und uns stellen.

Bau Haus Familie PushpaNeues Haus Familie Pushpa
Besprechung Juving-Schule NeuHolz für die neue Juving-SchuleWiederaufbau Juving-Schule

Ein Jahr nach dem Erdbeben

gepostet am 27. April 2016

Vorgestern vor genau einem Jahr hat die Erde in Nepal gebebt und ein in weiten Teilen zerstörtes Land hinterlassen.
Ein Jahr laufen nun Nothilfe und Wiederaufbau. Seit einem Jahr sind wir sehr intensiv damit beschäftigt die Menschen dabei zu unterstützen, wieder in ein normales Leben zurückzufinden. Ein besonders großes Anliegen sind uns die Kinder. Sie sind die Zukunft des Landes und brauchen eine gute Ausbildung, um Nepal in den kommenden Jahrzehnten nach vorne zu bringen.

Zusammen mit unserem Team in Nepal haben wir einen Plan für das weitere Jahr 2016 gemacht. Neben den großen Projekten (Neubau der Jana Bikash Secondary School und Fertigstellung des Gesundheitszentrums in Sangachok, Ausbau der Technical Academy) unterstützen wir viele kleine Projekte in den Dörfern, die noch immer mit den Folgen des Erdbebens zu kämpfen haben.

Ende dieser Woche beginnt für mich eine weitere Reise nach Nepal. Neben der Besichtigung der laufenden Projekte wird die Planung weiterer Hilfe ein sehr wichtiger Punkt darstellen. Gerade bei meinen Nepal-Besuchen nach dem Erdbeben habe ich feststellen können, dass der persönliche Kontakt, einerseits zu Betroffenen, andererseits zu unseren Partnern im Land, äußerst wichtig ist. Ich glaube nur so ist es möglich, die europäischen Vorstellungen der Hilfe so auf die Bedürfnisse im Land abzustimmen, dass sinnvoll und langfristig unterstützt und geholfen werden kann.

Main ProjectsAnlieferung Baumaterial
Chatur mit FamilieChatur - neues HausSolarstrom für Privathäuser

PDFBericht über die Projekte 2016 von Nabin Parajuli [PDF, englisch, 6,2 MB]

Neuigkeiten von Dorjes Bäckerei

gepostet am 21. April 2016

Mitte Dezember hab ich hier von Dorje aus dem Langtang-Tal berichtet, der beim Erdbeben seie Bäckerei verloren hat.
Jetzt habe ich gute Neuigkeiten und ein paar Bilder von ihm bekommen. Die Arbeiten sind beinahe abgeschlossen, nur noch im Innenraum gibt es einiges fertig zu stellen. Wir sind zuversichtlich, dass die Bäckerei im Laufe der kommenden Wochen wiedereröffnet werden kann.

An dieser Stelle einen herzlichen Dank allen Spenderinnen und Spendern!

Es hat sich in den letzten Wochen viel getan bei unseren Hilfprojekten, ich berichte in den kommenden Tagen mehr davon.

Dorje Bakery LangtangDorje Bakery Langtang

Wiederaufbau der Juving Schule

gepostet am 4. Jänner 2016

Einige Gebäude der Juving Schule wurden vom Erdbeben zerstört und die 250 Schüler werden seither in provisorischen Klassenzimmern unterrichtet. Die Bewohner der umliegenden Gemeinden haben sich für die Schule stark gemacht und 10 % der benötigten Summe aufgebracht, um die zerstörten Gebäude wieder aufzubauen. Die Baukosten belaufen sich auf rund 40.000,- Euro, wir haben den Rest dazu beigesteuert. So konnte vor kurzem der Grundstein zum Wiederaufbau gelegt werden. Einen herzlichen Dank allen Spenderinnnen und Spendern!
Hier ein paar Bilder und ein kurzer Bericht über die Schule:

Wiederaufbau Juving SchuleWiederaufbau Juving Schule
Wiederaufbau Juving SchuleWiederaufbau Juving Schule

PDFKurzer Bericht zur Juving Schule [PDF, englisch, 0,8 MB]

Winterjacken & der Wiederaufbau zweier
Häuser für die Nonnen im Thodung Kloster

gepostet am 2. Jänner 2016

Vorgestern ist ein ereignisreiches Jahr zu Ende gegangen. In Nepal mussten die Menschen aufgrund des verheerenden Erdbebens viel Leid erfahren, doch es liegt in ihrer Kultur und ist Bestandteil ihrer Religion(en), dass sie die positiven Seiten des Lebens viel stärker bewerten. So haben sie viel Hilfsbereitschaft aus dem eigenen Land, den Nachbarländern und weiter entfernten Regionen wie Mitteleuropa erfahren, sind dafür sehr dankbar und schauen trotz aller Probleme positiv in die Zukunft.
Mich freut es, und ich bin auch ein bisschen stolz darauf, dass wir mit unseren Bemühungen vielen Familien in dieser schwierigen Zeit helfen konnten.

Doch das kommende Jahr wird für Nepal wieder eine große Herausforderung. Ein seit Monaten andauernder Konflikt an der indisch-nepalesischen Grenze verhindert, dass dringend benötigter Treibstoff und wichtige andere Güter ins Land gelangen. Dies hat zur Folge, dass kein Benzin oder Diesel für PKWs, LKWs und Motorräder vorhanden ist, dass Baumaterialien knapp werden und die Stromversorgung zurückgefahren werden muss. Dazu kommt, dass es derzeit ungewöhnlich kalt ist. Das ist gerade in den vom Erdbeben betroffenen Gebieten ein großes Problem.

Sunil hat mir die aktuelle Lage in Sindhupalchok, nordöstlich von Kathmandu, geschildert. Die Kälte macht vielen Familien sehr zu schaffen, doch mit ein paar warmen Jacken kann schon viel erreicht werden. Mit Spendengeldern, die in Kathmandu deponiert sind, wird Sunil für 1.000,- Euro warme Kleidung kaufen und sie nach Sindhupalchok bringen. Eine Kinderjacke koste 4,- Euro, eine für Erwachsene 7,- Euro.

Fast jeder, der im Winter auf der Balm-Alpe in Lech einkehren war, oder im Sommer auf der Totalp- oder der Ravensburger Hütte, kennt Sonam Lama. Er ist im Dorf Bamti Bhandar im Ramechhap District auf zirka 2.100 m aufgewachsen. In Bamti Bhandar wurden durch das Erdbeben viele Gebäude zerstört, unter anderem zwei Häuser, in denen die Nonnen des Thodung Klosters gelebt haben. Die Nonnen haben keinen Besitz und es ist für sie unmöglich, Geld für den Wiederaufbau aufzutreiben. Sonam hat mir davon erzählt und auch berichtet, dass die Dorfbewohner gerne unentgeltlich ihre Arbeitskraft für den Wiederaufbau der Häuser einsetzen. Wir haben mit der Finanzierung der Baumaterialien dazu beitragen, dass die Nonnen bald wieder ein solides Dach überm Kopf haben werden. Hier ein paar Bilder vom Bau der Häuser:

Nonnenhäuser Thodung KloserNonnenhäuser Thodung KloserNonnenhäuser Thodung Kloser

Solarstrom für 7 Familien in Sangachok

gepostet am 26. Dezember 2015

Zirka 40 km östlich von Kathmandu liegt das Dorf Sangachok. Da es dort keine funktionierende Infrastruktur wie in der Hauptstadt gibt haben wir beschlossen, sieben Bauernfamilien zu unterstützen. Jedes dieser Häuser hat ein Solarpanel bekommen, das in erster Linie Strom für Licht, aber auch für Radio und Handy-Ladegeräte liefert. Dies macht nicht nur das Kochen am Abend einfacher, es ermöglicht den Kindern und Jugendlichen auch abends zu lernen und Hausübungen zu machen.
Jede Anlage kostet 236,- Euro und beinhaltet das Panel, einen Bleiakku und Energiesparlampen. Dass diese auch in fünf Jahren noch funktionieren, haben wir einen Techniker beauftragt, der regelmäßig Wartungsarbeiten durchführt.
Nabin Parajuli war bei der Installation mit dabei und lässt von den Familien ein herzliches "Dhanyavad" ausrichten!

Solarstrom in SangachokSolarstrom in Sangachok

30 neue Häuser sind fertiggestellt

gepostet am 23. Dezember 2015

Nach dem Erdbeben im April dieses Jahres haben wir die betroffenen Menschen in Nepal erst mit Lebensmitteln, Saatgut für ihre Felder und beim Bau von Notunterkünften unterstützt. Doch dass bei Familien, deren Häuser komplett zerstört wurden und die oft auch Angehörige durch die Katastrophe verloren haben, wieder ein normales Leben einkehren kann, mussten neue Häuser her. Nur so ist es ihnen möglich einer Arbeit nachzugehen, Geld zu verdienen und sich um die Kinder zu kümmern.

Ende Juni wurde mit dem Bau von zwanzig Häusern begonnen, finanziert durch unsere Spenden. Inzwischen sind 30 Häuser fertiggestellt und dreißig Familien haben wieder ein Dach über dem Kopf.

Der Bau eines solchen Hauses kostet zwischen 2.500,- und 2.800,- Euro, abhängig vom Ort (Transportkosten für Baumaterial) und den aktuellen Preisen. Sie wurden von nepalesischen Ingenieuren entworfen, die besonderen Wert auf die Langlebigkeit der Gebäude gelegt haben. Ein großer Teil der Baumaterialien kommt aus der direkten Umgebung der Dörfer und die Konstruktion ist so, dass jeder beim Bau mithelfen kann. Die schwierige Entscheidung, welche Familien unterstützt werden, haben unsere Partner in Nepal getroffen. Es wurden und werden die Familien unterstützt, die selber nicht in der Lage sind, sich ein neues Heim zu schaffen. Oft hatten diese schon vor den Zerstörungen ein schweres Leben und viele von ihnen haben auch Angehörige durch das Erdbeben verloren. Um die Hilfe den richtigen Menschen zukommen zu lassen, muss man viel Zeit mit den Betroffenen und in den Dörfern verbringen und ein großes Maß an Empathie, Verständnis, Erfahrung und Mut mitbringen.
Stellvertretend für alle unsere Partner in Nepal möchte ich mich besonders bei Sunil Shresta, Sumba Sherpa und Nabin Parajuli bedanken, mit denen ich schon seit Jahren zusammenarbeite und die aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung, ihrem besonders großen Einsatz und der Liebe zu ihren Mitmenschen wohl das wichtigste Glied in der Kette zwischen den Spendern in Europa und den Erdbebenopfern in Nepal sind.

Vielen Dank auch den vielen Spenderinnen und Spendern in Österreich, Deutschland, der Schweiz und überall in der Welt, ohne euch hätten diese 30 Familien kein solides Dach überm Kopf und die vielen anderen Hilfsprojekte würden nicht existieren! Danke!

Ich wünsche euch allen, und besonders den Menschen in Nepal, ein besinnliches Weihnachtsfest und schöne Feiertage!

Theo

neues Haus in SindhupalchokALTERNATIVTEXT
neues Haus in Sindhupalchokneues Haus in Sindhupalchok

NEUBAU VON DORJES BÄCKEREI IM LANGTANG-TAL

gepostet am 21. Dezember 2015

Im letzten Dorf des Langtang-Tals gibt es auf ca. 4.000 m eine Bäckerei, die beim Erdbeben leider zerstört wurde. Ich kenne Dorje und seine Familie von einigen Reisen in diesem Gebiet und im August habe ich ihm Geld für den Wiederaufbau seiner Bäckerei gegeben.
Einerseits ist es wichtig, dass Dorje, seine Familie und seine Mitarbeiterinnen bald wieder eine Möglichkeit haben, Geld zu verdienen, andererseits bekommen durch den Wiederaufbau die Menschen in diesem abgelegenen Dorf die Möglichkeit, mit ihrer Hilfe ein wenig Geld zu verdienen.
Dorje hat mir vor kurzem geschrieben und vom Fortschritt des Projekts berichtet. Er und seine Familie freuen sich sehr, bedanken sich bei den Spenderinnen und Spendern und denken, dass sie die neue Bäckerei im März wiedereröffnen können.

Hier noch ein Hinweis: Dass in Düns nach der Weihnachtsmette Kinderpunsch und Glühwein für einen guten Zweck ausgeschenkt wird ist bereits Tradition. Heuer fließen die Einnahmen in die Hilfsprojekte in Nepal. Wir freuen uns über jeden getrunken Punsch und Glühwein!

Dorje Bakery LangtangDorje Bakery Langtang

CHRISTBAUMAKTION IN RAGGAL

gepostet am 17. Dezember 2015

Am 11. Dezember waren wir in Raggal, wo der Bio-Landwirt Stefan Küng einen Christbaumverkauf der besonderen Art veranstaltet hat. Ein ansehnlicher Teil des Erlöses ist den Hilfsprojekten in Nepal zugeflossen. Insgesamt sind großzügige € 1.106,- gespendet worden.
Vielen Dank an Stefan und alle Spenderinnen und Spender!!

RTV Vorarlberg hat darüber berichtet, mehr über die Aktion im Beitrag:

RTV Magazin KW 51 auf YouTube

ZWEI NEUE VORTRAGSTERMINE FÜR DIE NEPALHILFE

gepostet am 30. November 2015

Es freut mich, zwei weitere Termine bekannt zu geben, bei denen wir wieder Spenden für die Erdbebenhilfe in Nepal sammeln. Diese sind Freitag, der 4. Dezember 2015 in Dornbirn und Freitag, der 11. März 2016 in Waizenkirchen (OÖ). Weitere Infos dazu unter der Rubrik »Termine«.

Weiters habe ich vor kurzem Berichte von den Hilfsprojekten und Informationen zu neuen Projekten in Nepal bekommen, in meinem nächsten Posting werde ich genauer darüber informieren.

Vielen Dank den grosszügigen
Spenderinnen & Spendern!

gepostet am 12. Oktober 2015

Spende Kiwanis Club Feldkirch-MontfortNach den erfolgreichen Vorträgen in der Steiermark durfte ich in den vergangenen Tagen bei zwei Veranstaltungen Spendengelder für die Erdbebenopfer in Nepal entgegennehmen:
Beim Kartoffeltag in Thal bei Sulzberg am 4. Oktober waren es € 3.500,- und am 9. Oktober nahm ich im Palais Liechtenstein in Feldkirch feierlich € 4.000,- vom Kiwanis Club Feldkirch-Montfort entgegen.
Im Namen der Menschen in Nepal jeder einzelnen Spenderin und jedem einzelnen Spender ein herzliches Dankeschön für die großzügige Unterstützung!

In wenigen Tagen heißt es bei mir wieder "Namaste" statt "Grüaßte", denn diese Woche reise ich nach Nepal, wieder mit der großen Freude im Rucksack, Unterstützung aus Österreich mitbringen zu können.

Einfühlsamer Bericht aus Nepal

gepostet am 2. Oktober 2015

Vor kurzem hat mir Nabin einen neuen Bericht aus Nepal geschickt. Darin berichtet er mitfühlend über die Folgen des Erdbebens, die Hilfe für die Opfer und über das Schicksal zweier Familien, die dank der Unterstützung aus Österreich wieder ein Dach über dem Kopf haben.

PDFBericht von Nabin Parajuli [PDF, englisch, 1,2 MB]

Spendenübergabe »Schnifis Hilft«

gepostet am 15. September 2015

Kurz nach dem Erdbeben in Nepal wurde die Aktion »SCHNIFIS HILFT« ins Leben gerufen. Und es ist beeindruckend, was seither geschehen ist. Ende August durfte ich in Schnifis einen sagenhaften Spendenbetrag von € 29.105,98 entgegennehmen. Vielen, vielen Dank an die Spenderinnen und Spender!!
Vol.at hat darüber berichtet und auch auf Bergsteiger.de ist ein sehr informativer und lesenswerter Bericht über unserer Projekte und die Erdbebenhilfe in Nepal veröffentlicht worden.

Bericht über die Hilfe für Nepal auf Bergsteiger.de

Bericht über die Spendenübergabe auf VOL.AT

Homepage »SCHNIFIS HILFT«

Spendenübergabe Schnifis HilftSpendenübergabe Schnifis Hilft

Neue Häuser in Panichaur

gepostet am 28. Juli 2015

Vor einigen Tagen habe ich gute Nachrichten aus Nepal bekommen. In Panichaur ist der Bau der ersten drei Häuser beinahe abgeschlossen und mit dem Bau von fünf weitern Häusern wurde bereits begonnen.

Auch von der Technischen Akademie in Kumaripati, die durch unsere finanzielle Unterstützung eröffnet werden konnte, gibt es Positives zu berichten: Die ersten 34 Studentinnen und Studenten haben ihre Kurse in den Fächern Elektrik, Backen und Kochen erfolgreich abgeschlossen und Anfang August werden weitere 42 junge Nepalis mit dem nächsten Kurs beginnen.

Neue Häuser in PanichaurNeue Häuser in Panichaur

Solide Unterkünfte für 20 Familien

gepostet am 23. Juni 2015

In den Dörfern Panichaur und Harre stehen viele Familien vor dem Nichts. Ihre Häuser sind zerstört und das Geld für den Wiederaufbau fehlt.
Wir haben entschieden, 20 besonders stark betroffenen Familien beim Bau eines neuen Heimes zu helfen. Diese Häuser wurden von nepalesischen Ingenieuren entworfen, können zu einem gewissen Teil mit lokalem Baumaterial aufgebaut werden und gelten als Erdbeben-resistent. Die Familien wurden von unserem Team in Nepal nach bestimmten Kriterien ausgewählt, wodurch denen geholfen wird, die ohne Hilfe nicht in der Lage wären ein neues Haus zu bauen und zu bezahlen.
Bereits am 25. Juni wird mit den ersten drei Häusern angefangen.

Kinder vor zerstörtem HausPläne werden besprochenBauplatz-Wahl

Am 29. Juli werde ich für zwei Wochen nach Nepal fliegen. Dort besuche ich die Projekte, werde bei der Organisation und Koordination der kommenden Vorhaben helfen und medizinische Ausrüstung sowie Spendengelder ins Land bringen.

Spendenkonto:
Raiffeisenbank Walgau/GWT
IBAN: AT03 3745 8000 0578 9441
BIC: RVVGAT2B458

Reis-Saatgut für 180 Bauernfamilien in Sangachok

gepostet am 16. Juni 2015

Anfang des Monats konnte unser Team in Nepal mehr als 800 Kilogramm Saatgut an Bauernfamilien in den Dörfern Panichaur und Harre liefern. Diese Region ist vom Erdbeben stark betroffen und viele Familien mussten um die kommende Ernte bangen, da ihr Saatgut unter den zerstörten Häusern begraben liegt. In diser Region befinden sich auch die Schulprojekte II und III.

Nabin Parijuli hat uns vor kurzem wieder einen Bericht und Bilder mit weitern Informationen geschickt:

PDFBericht über die Ausgabe des Saatgutes [PDF, englisch, 2,3 MB]

Reis für Bauern in SangachokReis für Bauern in Sangachok
Reis für Bauern in SangachokReis für Bauern in Sangachok

Hilfe für die Erdbeben-Opfer

gepostet am 01. Juni 2015

HilfsgüterHilfsgüter

Die Hilfe für die Opfer nach dem Erdbeben in Nepal ist voll im Gange. Vor wenigen Tagen konnte Sumba Sherpa und sein Team dringend benötigte Lebensmittel und andere Hilfsgüter per Flugzeug in die abgelegenen Gebiete bringen, wo das Erdbeben besonders große Verwüstungen verursacht hat.
Nabin Parajuli, Student und ehrenamtlicher Helfer in Nepal, hat die östlich von Kathmandu liegenden Gebiete Lubhu und Sangachok besucht und in einem Bericht zusammengefasst, was dort dringend benötigt wird. Diese Regionen sind besonders stark vom Erdbeben betroffen, viele Häuser sind zerstört und viele Familien müssen unter freiem Himmel schlafen, da Baumaterial für den Wiederaufbau nicht vorhanden ist.
Bald beginnt der Monsun, und damit die Zeit, in der Reis, Mais und Hirse gepflanzt werden müssen. Das Saatgut, das für dafür vorgesehen war, liegt in vielen Fällen unter den Trümmern der eingestürzten Häuser begraben. Deshalb ist es notwendig, die Familien mit frischem Saatgut zu versorgen.

Mit den Spendengeldern werden wir Baumaterial und Saatgut in diese Regionen bringen, dass die Menschen von Lubhu und Sangachok gut durch den Monsun kommen, ihre Felder pflegen und danach die Ernte für den Winter einfahren können.

PDFBericht von Nabin Parajuli [PDF, englisch, 3,2 MB]

Im Namen der Menschen in Nepal, herzlichen Dank allen Unterstützerinnen und Unterstützern für ihre Spenden!
Wir arbeiten in Nepal und in Europa weiter daran, dringend benötigte Hilfe in die vom Erdbeben stark betroffenen Gebiete zu bringen.
Jeder gespendete Euro wird direkt für Lebensmittel und den Wiederaufbau in Nepal verwendet!

Das Erdbeben in Nepal

gepostet am 09. Mai 2015

ErdbebenErdbeben

Am 25. April dieses Jahres wurde Nepal von einem verheerendem Erdbeben getroffen.
Zu dem Zeitpunkt befand ich mich mit einer Gruppe auf Trekking-Tour im Solukhumbu. Wir sind gerade in Dingboche angekommen, als sich die Erde das erste Mal bewegte.
Erst durch die zahlreichen Nachbeben und als wir die Zerstörung in den Dörfern gesehen haben sind wir uns über den Ernst der Lage richtig klar geworden. Mit jeder Stunde unserer weiteren Reise nach Kathmandu wurde uns mehr und mehr bewusst, welche schrecklichen Auswirkungen dieses Erdbeben hatte.

Zerstörungen durch das Erdbeben

Erdbeben NepalJeder hat die erschütternden Bilder aus Nepal in den Nachrichten und in der Zeitung gesehen. Sehr viele Gebäude sind komplett zerstört, noch mehr können nicht mehr bewohnt werden. Besonders tragisch ist die Situation in den abgelegenen Tälern, da viele Orte nur schwer erreichbar sind und noch keine Hilfsgüter angekommen sind.

Neben den direkten Auswirkungen des Erdbebens haben auch Erdrutsche große Zerstörung angerichtet. Langtang, der Hauptort der beliebten Trekking-Destination, wurde von Erdrutschen komplett zerstört, die Hilfe läuft nur sehr langsam an. Regenfälle können die Gefahr von Schlammlawinen noch erhöhen.
Die Überlebenden und Verletzten haben vielerorts keine Unterkunft mehr, da ganze Dörfer dem Erdboden gleich gemacht wurden. Zelte und Planen stehen meist nicht zur Verfügung. Zufahrtsstraßen und Wege sind nicht mehr begehbar, viele Brücken über unüberwindbare Flüsse sind eingestürzt.

Erdbeben NepalErdbeben NepalErdbeben Nepal

Was wird jetzt gebraucht?

Die Menschen müssen mit Lebensmittel und Mitteln zur Trinkwasseraufbereitung versorgt werden und sie brauchen ein Dach über dem Kopf. Mit Planen und Wellblech können einfache Notunterkünfte gebaut werden, auch Zelte werden benötigt.

Im Juni beginnt der Monsun, daher gilt es, vor dem Beginn der starken Regenfälle Unterkünfte zu schaffen. Die einfachen Häuser in den Bergdörfern müssen wieder aufgebaut werden. Da Zement und Holz sehr teuer sind und am Land oft nicht zur Verfügung stehen, benötigen vor allem die Familien in den Bergen Baumaterial für den Wiederaufbau.
In weiterer Folge müssen Vorbereitungen für den Winter getroffen werden, Unterkünfte müssen für die kalten Temperaturen und den Schnee vorbereitet werden. In Gebieten, wo die Felder von Erdrutschen zerstört wurden werden Lebensmittel benötigt.
Weiters müssen Geschäfte und Schulen, Straßen, Wege und Brücken repariert werden, dass das Leben wieder weitergehen kann, Kinder wieder die Schule besuchen können, dass die Arbeit wieder aufgenommen werden kann und eine der wichtigsten Einnahmequellen des Landes, der Tourismus, wieder anläuft.

Erdbeben NepalErdbeben NepalErdbeben Nepal

Wie kann man den Menschen helfen?

Erdbeben NepalNepal ist eines der ärmsten Länder der Welt und nach dieser Katstrophe sind die Menschen auf unsere Hilfe angewiesen.

Während meinen Reisen und durch die Unterstützung der Projekte in den letzten Jahrzehnten konnte ich ein verlässliches Netzwerk in Nepal aufbauen, das von Kathmandu bis in die abgelegensten Regionen des Landes reicht. Dieses nutze ich, um Lebensmittel und Baumaterialien in die vom Erdbeben stark betroffenen Dörfer zu schaffen. Wo Autos nicht mehr fahren können, wird getragen.
Das Leben den Bergdörfern Nepals ist nicht einfach und alle wissen, dass es nur funktioniert, wenn man zusammen hält. So werden Lebensmittel untereinander aufgeteilt, beim Wiederaufbau hilft jeder der kann mit. Dies habe ich auch in den letzten beiden Wochen meines Aufenthalts in Nepal gesehen.

In Kathmandu arbeite ich eng mit Sunil Shresta (vom Kathmandu Sunrise Lions Club) und Sumba Sherpa (von High Country Trekking) zusammen, die seit vielen Jahren meine Partner für die Abwicklung in den Hilfsprojekten und die Organisation von Expeditionen und Trekkingtouren sind. Mit den 20.000 Euro an Spendengeldern, die ich für die Hilfsprojekte mitgenommen hatte, wurden bereits Lebensmittel, Planen und anderes Baumaterial gekauft und damit betroffene Familien und Dörfer unterstützt. Weitere 30.000 Euro, welche für die geplante Technical Academy vorhergesehen waren, werden für dringende Soforthilfe verwendet. Sunil und Sumba organisieren in Absprache mit mir die Verteilung von Lebensmitteln und Baumaterialien.

So kann in den von uns betreuten Dörfern unverzüglich Hilfe geleistet werden. Der Wiederaufbau in Nepal wird jedoch Monate und Jahre dauern. Die Spenden der kommenden Wochen und Monate werden von mir persönlich ins Land gebracht, da nur so gewährleistet werden kann, dass jeder Euro eins zu eins bei den bedürftigen Menschen und in den Gemeinden ankommt. Sämtliche Personen in der Organisation der Spenden und Hilfsprojekte, sowohl in Europa als auch in Nepal, arbeiten ehrenamtlich und es wird kein Geld für den Transport nach Nepal oder für Spesen verwendet.

Nepal lebt vom Tourismus. Trotz der Katastrophe und gerade wegen dem Erdbeben darf es in diesem Bereich nicht zu einem Einbruch kommen. Es gibt viele landschaftlich und kulturell faszinierende Gebiete, die nicht oder kaum vom Erdbeben betroffen sind. Die meisten Hotels in Kathmandu, die von westlichen Touristen frequentiert werden, sind durch das Beben nicht oder kaum in Mitleidenschaft gezogen worden und warten auf Gäste. Der Wiederaufbau im Solukhumbu und in anderen Regionen wird in den kommenden Monaten weit voranschreiten.
Wer für die kommende Herbst- oder Frühjahrssaison eine Trekkingreise plant sollte sich gerade jetzt für Nepal entscheiden! Nur wenn Träger, Köche, Trekkingguides, Lodgebetreiber, Straßenverkäufer etc. wieder Arbeit haben, kann ein Alltag für die Familien eintreten.

Für Fragen über die Verwendung der Spendengelder sowie für weitere Informationen stehe ich gerne zur Verfügung (siehe Kontakt).
Die Menschen in Nepal freuen sich über jeden gespendeten Euro!

Spendenkonto:
Raiffeisenbank Walgau/GWT
IBAN: AT03 3745 8000 0578 9441
BIC: RVVGAT2B458

Erdbeben NepalErdbeben NepalErdbeben Nepal

Situation in den Hilfsprojekten

Folgen Schule 2Auch die Hilfsprojekte, und vor allem die Dörfer um die Schulen, sind vom Erdbeben betroffen:

Die größten Schäden gibt es an der Jana Bikash Secondary School, dem zweiten Schulprojekt.

Die Gebäude der anderen Schulprojekte sind nur leicht beschädigt, das Kinderhaus in Lhubu hat das Erdbeben glücklicherweise gut überstanden. Sechs Gewächshäuser des angrenzenden Farming-Lands wurden als Notunterkünfte für Dorfbewohner verwendet, deren Häuser nicht mehr bewohnt werden können.
Aufgrund der soliden Skelettbauweise sind an den meisten Gebäuden größere Schäden ausgeblieben.

Folgen Schule 2Folgen Schule 2Folgen Schule 2

Nepalhilfe - Schulprojekte Theo Fritsche

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